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Teichpflanzen überwintern – so schützen Sie Seerosen und andere Wasserpflanzen

Teichpflanzen überwintern
Teichpflanzen richtig überwintern Foto: MabelAmber / Pixabay

Ein Teich kann den Garten bereichern und die natürliche Vielfalt noch erhöhen. Für den Menschen bietet er Entspannung, für die Tierwelt verschiedene Lebensbereiche. Im Winter müssen die Teichpflanzen jedoch entsprechend gepflegt werden, damit sie keinen negativen Einfluss auf die Wasserqualität haben und zudem in der folgenden Saison wieder gesund gedeihen können. 

Vorkehrungen für den Teich im Winter

Wie der Gartenteich auf den Winter vorbereitet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie spielt die Größe und Tiefe eine Rolle. Je größer und tiefer der Teich, desto weniger Vorbereitungen sind notwendig. Ab einer Tiefe von einem Meter können winterfeste Wasserpflanzen während der kalten Jahreszeit im Tiefwasserbereich belassen werden. Bei flacheren Teichen sollten alle Pflanzen entnommen werden. 

Weitere entscheidende Punkte sind die Bepflanzung und die Sauberkeit. Ein gut gefilterter Gartenteich mit wenig Schlamm und Schlick auf dem Grund und gepflegten Pflanzen läuft auch im Winter nicht Gefahr, zu „kippen“. Hierbei gerät das biogische Gleichgewicht durcheinander, was wiederum zu einem Eingehen der Gewächse und einer sehr schlechten Wasserqualität führen kann. 

Die Vorkehrungen sehen daher wie folgt aus: 

  • abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • Wasser filtern
  • bei starker Verschmutzung Schlamm vom Boden entfernen
  • Pflanzen bei einer Wassertiefe von weniger als einem Meter aus dem Teich nehmen
  • robuste Gewächse aus dem Uferbereich in den Tiefwasserbereich setzen, um sie vor Frost zu schützen

Vergessen Sie nicht, technische Gerätschaften wie eine Teichpumpe aus dem Teich zu entnehmen!

Welche Teichpflanzen sind winterhart?

Einige der Klassiker unter den Teichpflanzen sind winterhart oder halten zumindest geringe Minusgrade einigermaßen problemlos aus. Zu ihnen gehören:

  • breitblättriger Rohrkolben 
  • Lotusblume
  • Schilfpflanzen
  • Schwanenblume
  • Seerosen
  • Sumpfdotterblume
  • Sumpfiris
  • Tannenwedel

Sinkt das Thermometer für länger Zeit in den zweistelligen Minusbereich, kann es allerdings auch für diese Gewächse gefährlich werden. Das gilt vor allem dann, wenn der Teich vergleichsweise flach ist. 

Wie können Teichpflanzen überwintert werden?

Für die Überwinterung stehen grundlegend zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Pflanzen, die Frost einigermaßen gut aushalten, können in einem ausreichend tiefen Teich belassen werden. Vorausgesetzt, der Winter ist verhältnismäßig mild. 

Eine sicherere Variante ist die Überwinterung im Haus. Die Gewächse werden hierzu im Herbst vor den ersten Minusgraden aus dem Gartenteich entnommen und wie folgt auf die Winterruhe vorbereitet:

  1. Alle abgestorbenen Pflanzenteile entfernen. Beschädigte Wurzeln, geknickte Blätter und verfärbte Triebe müssen gründlich abgeschnitten werden. Anderenfalls kann es zu Erkrankungen oder der Ausbreitung von Fäulnis und Schimmel kommen. 
  2. Das Substrat kann auf ein Minimum reduziert werden, da während des Winters kaum Nährstoffe benötigt werden. Gibt die Erde bereits einen unangenehmen, fauligen Geruch von sich, sollte das Substrat gewechselt werden. Normale Garten- oder Pflanzenerde darf natürlich nicht zum Einsatz kommen. Es sollte sich um Substrat speziell für Wasserpflanzen handeln. 
  3. Die Wasserpflanzen werden in wasserdichte Gefäße, wie Eimer, Maurertuben oder Kübel gegeben und in Wasser gestellt. Sie dürfen keinesfalls vollständig durchtrocknen. 

Der ideale Ort zum Überwintern von Teichpflanzen

Die Pflanzen sollten frostfrei und bei einer Temperatur von maximal 12 Grad überwintert werden. Hierdurch werden die Stoffwechselprozesse heruntergefahren und die Gewächse kommen auch mit weniger Licht aus, sie laufen aber dennoch nicht Gefahr Schäden davon zu tragen. 

Neben der Temperatur ist auch der Lichteinfall wichtig für eine sichere und gesunde Überwinterung. Die Wasserpflanzen dürfen nicht vollständig im Dunkeln stehen, da sie in diesem Fall faulen und eingehen würden. Auch wenn die Pflanzen im Keller stehen, sollten sie also nahe eines Fensters positioniert werden. 

Eine Alternative kann das Beleuchten durch Pflanzlampen darstellen, wobei zwei bis drei Stunden Beleuchtung täglich ausreichen. 

Nach dem Winter – wann können die Pflanzen zurück in den Teich?

Die Wasserpflanzen können wieder in den Teich eingesetzt werden, wenn nicht mehr mit Minusgraden zu rechnen ist. Spätfröste sind unproblematisch, da sie das bereits erwärmte Teichwasser nicht zum sofortigen Zufrieren bringen. 

Abhängig vom regionalen Klima können die Gewächse also etwa ab März oder April wieder ins Freie. Je tiefer der Teich und je milder das Klima, umso zeitiger können die Teichpflanzen ins Wasser gebracht werden.

Teichpflege im Frühjahr

Wurde der Gartenteich nicht bereits im Herbst gereinigt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Die Entfernung von Schlamm, Schlick und anderen Verunreinigungen sollte ebenso auf dem Plan stehen, wie ein Wasserwechsel oder eine gründliche Reinigung des Wassers. 

Verschmutzungen und potenzielle Giftstoffe können entfernt werden, was sowohl den Wasserpflanzen als auch den Wasserlebewesen einen Vorteil verschafft. Das Risiko für Algen wird reduziert und das Wasser ist deutlich klarer. 

Vor allem, wenn in dem Gartenteich auch Fische gehalten werden, kann die Sicht durch die Reinigung verbessert werden. Zudem wird das Risiko von Krankheiten und vorzeitigem Sterben reduziert. Eine bloße Filterung reicht hierfür in der Regel nicht aus. Es sollten auch der Mulm abgesaugt und gröbere Verschmutzungen entfernt werden. Zum Schmutzwasser abpumpen eignet sich besonders gut eine Schmutzwasserpumpe.

Im Anschluss an die Reinigung können die Teichpflanzen wieder eingesetzt werden. Bevor dies geschieht, sollten sie jedoch ebenfalls noch einmal kontrolliert werden. Beschädigte, schmierige, verfaulte oder verfärbte Teile sind zu entfernen. Anderenfalls würden Wasserqualität und Teichpflanze zugleich darunter leiden. Wurde das Substrat nicht bereits vor der Überwinterung gewechselt, sollte es jetzt erneuert werden. 

Nicht nur tropische, auch einheimische Wasserpflanzen sind nicht unter allen Bedingungen winterhart – die frostfreie Überwinterung im Haus ist daher immer eine sichere Wahl. Auch hierbei sollte aber darauf geachtet werden, dass die Gewächse gesund sind und bleiben. Eine angepasste Vorbereitung und regelmäßige Kontrollen sind daher unerlässlich.

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