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Gartenpool richtig reinigen: Die besten Tipps

Poolreinigung

Poolreinigung Foto: southbaypoolservices / Pixabay

Wer die Reinigung im heimischen Pool vernachlässigt, bekommt es rasch mit Algen, Blättern und Kalkablagerungen zu tun. In solchem Wasser möchte anschließend niemand mehr gern baden. Aus diesem Grund sollten Sie als Poolbesitzer regemäßig Maßnahmen zur Wasserpflege durchführen, schließlich lässt sich das Poolwasser aus ökologischen Gründen nicht ständig austauschen.

Achten Sie auf einen korrekten pH-Wert!

Wenn Sie sauberes Wasser in Ihrem Pool wünschen, dann sollten Sie zunächst auf einen korrekten pH-Wert achten. Der ideale Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Diesen können Sie ganz einfach mit sogenannten Schwimmbadteststreifen überprüfen. Liegt der Wert außerhalb des Referenzbereichs, kann dies unangenehme Folgen für die Badenden haben.

Welche Folgen hat ein zu niedriger pH-Wert im Pool?

Ein zu niedriger pH-Wert des Poolwassers führt an Metallteilen Ihres Pools zu Korrosion. Zudem kann auch Ihre Poolpumpe auf längere Sicht Schaden nehmen und die Flockung kann sich verschlechtern. Doch nicht nur Ihr Pool leidet auf Dauer darunter, sondern auch die darin badenden Menschen. Der zu niedrige pH-Wert kann zu Hautirritationen sowie Schleimhautentzündungen und Reizungen der Augen führen.

Welche Folgen hat ein zu hoher pH-Wert im Pool?

Auch hier kann es zu Hautirritationen und Augenreizungen kommen, denn durch einen zu hohen pH-Wert im Poolwasser kann die Desinfektionswirkung beeinträchtigt werden. Darüber hinaus kann sich die Flockung verschlechtern und es kann zum Auftreten von Kalkausfällungen kommen.

Überprüfen Sie aus diesen Gründen regelmäßig den pH-Wert in Ihrem Pool. Liegt der Wert außerhalb des empfohlenen Bereichs, sind pH-Senker bzw. pH-Heber als Granulat oder in flüssiger Form anzuraten. Den pH-Wert sollten Sie in keinem Fall aus dem Ruder laufen lassen, denn besonders einige Desinfektionsmittel wirken nur innerhalb eines bestimmten pH-Wert Bereiches. Wenn der Wert also nicht stimmt, können sie ihre Wirkung verlieren.

Desinfektion des Pools

Besonders in sehr heißen Sommern erwärmt sich auch das Wasser des Pools recht schnell. Das wiederum bietet Keimen und Bakterien den perfekten Nährboden, um sich rasch zu vermehren. Häufig kommt dann Chlor zum Einsatz, es ist die bekannteste Methode zur Wasserdesinfektion im Schwimmbadbereich. Oftmals wird dem Chlor auch sogenannte Cyanursäure hinzugefügt, um einen zu schnellen Abbau durch die Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Wenn Sie Chlorgranulat verwenden, sollten Sie den Chlorgehalt des Poolwassers regelmäßig kontrollieren. Weicht der Wert ab, sollten Sie umgehend neues Chlor hinzugeben. Wenn Sie die Pflege Ihres Pools über eine gewisse Zeit vernachlässigt haben, sodass sich bereits Algen gebildet haben, ist auch eine Stoßchlorung ein probates Mittel.

Wenn Sie statt Granulat Chlor in Tablettenform verwenden, dann müssen Sie den Chlorgehalt des Wassers nicht mehr regelmäßig überprüfen. Geben Sie die Tabletten einfach in einen passenden Dosierschwimmer, so wird das Chlor kontinuierlich ans Wasser abgegeben. Der Chlorwert sollte im Bereich 0,5-1,0mg/l liegen.

Für sauberes Poolwasser ist eine richtige Reinigung die Voraussetzung

Für sauberes Poolwasser ist eine richtige Reinigung die Voraussetzung Foto: markusspiske / Pixabay

Was ist eine Stoßchlorung?

Eine Stoßchlorung kommt zum Einsatz, wenn das Wasser bereits von Algen grün ist und eine Trübung aufweist. Wenn Sie eine Stoßchlorung durchführen möchten, dann sollte der pH-Wert des Wassers bei einem Wert von 7,2 liegen und das Wasser im Idealfall eine Temperatur von 15Grad aufweisen. Spülen Sie zunächst den Poolfilter ordentlich durch, damit sich dort keine Algen ablagern. Geben Sie dem Poolwasser anschließend so viel Chlor hinzu, bis das Wasser eine graue Färbung annimmt. Prüfen Sie im nächsten Schritt, ob der pH-Wert wieder im Normbereich liegt und arbeiten Sie ggf. mit pH-Hebern oder Senkern. Geben Sie anschließend dem Wasser Algizid hinzu. Daraufhin sollte das Wasser wieder badetauglich sein. Ist dies nicht der Fall, bleibt Ihnen nur noch das Ablassen des Wassers, eine gründliche Reinigung des Poolbeckens und schließlich die neue Befüllung des Pools.

Gibt es Alternativen zur Poolreinigung mit Chlor?

Einige Menschen vertragen Chlor im Wasser nur sehr schlecht und greifen daher auf die Salzelektrolyse zurück. Bei dieser Methode wird die Desinfektion des Wassers durch die Beigabe von Kochsalz erreicht. Das gelöste Salz wird in einer Elektrolysezelle mit elektrischem Strom umgesetzt, wobei Chlorgas entsteht, welches zur Desinfektion benötigt wird.

Andere Poolbesitzer greifen auch auf Aktivsauerstoff als alternative Methode zu Chlor zurück. Wird dieser richtig dosiert, ist er einer Desinfektion mit Chlor gleichzusetzen. Der Vorteil von Aktivsauerstoff besteht jedoch darin, dass dieser verträglicher für die Haut ist und der unangenehme Geruch wie beim Einsatz von Chlor ausbleibt.

Flockung im Pool verhindern

Kleine Schmutzpartikel lassen sich auch durch Vorsichtsmaßnahmen wie Abdeckplanen, vorherigen Abduschen mit einer Gartendusche etc. nicht immer vollständig verhindern. Häufig sind diese Partikel auch so klein, dass sie der Poolfilter nicht erfassen kann. Das wiederum hat zur Folge, dass eine Trübung des Wassers eintreten kann. Diese sogenannte Flockung können Sie mit bestimmten Mitteln vermeiden. Spezielle Flockungsmittel binden die kleinen Partikel, wodurch diese ein größeres Volumen annehmen und schließlich von der Sandfilteranlage Ihres Pools aufgenommen werden können.

Das passende Filtersystem für Ihren Pool

Eine Anlage zur Filterung ist extrem wichtig bei der Wasseraufbereitung in Ihrem Pool. Damit diese auch einwandfrei funktioniert, sollte sie stets auf die jeweilige Poolgröße und das Füllvolumen angepasst werden. Stellen Sie die Pool Filteranlage am besten mehrmals täglich an, damit sie sämtlichen Schmutz aus dem Wasser herausfiltern kann. Die Laufzeit richtet sich dabei immer nach dem Füllvolumen Ihres Pools und der Umwälzleistung der Anlage. Ein Richtwert: Im Optimalfall liegt die Filtrationsdauer bei mehreren Stunden pro Tag.

Doch nicht nur Ihr Poolwasser benötigt Pflege, sondern auch die Filteranlage an sich. Führen Sie mindestens einmal in der Woche eine Filterspülung durch, denn so können Sie auf das Hinzugeben von speziellen Pflegemitteln verzichten. Die Reinigung der Filteranlage ist extrem wichtig, denn wenn diese selbst nicht sauber ist, kann diese letztendlich auch nicht ordentlich arbeiten, um Ihr Poolwasser im gewünschten Umfang sauber zu halten.



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Kommentare

Heike 28. August 2019 um 16:21

Vielen Dank für die Tipps zur Reinigung vom Gartenpool. Über die Schwimmbadteststreifen habe ich nicht gewusst. Das ist aber sehr wichtig auf einen korrekten pH-Wert zu achten, denn unsere Kinder verbringen recht viel Zeit am Pool.

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