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Im Juni blüht Ihr Garten prächtig und bedarf umfangreicher Arbeiten

Die Schönheit Ihres Gartens zeigt sich im Juni in voller Pracht. Im sechsten Monat des Jahres stehen vielzählige Arbeiten an, um die Farbenpracht und ergiebige Ernten zu erhalten.

Gartenarbeit gestaltet sich im Juni so abwechslungsreich wie kaum in einem anderen Monat. Routinearbeiten, Rasenpflege und Ernte verschiedener Gemüsesorten stehen an und fordern Ihr Engagement. Darüber hinaus können Sie diverse ein- und zweijährige Blumen aussäen. Die Pflege bestehender Pflanzen und Schädlingsbekämpfung gehören ebenfalls zu Ihren Gartenarbeiten in der Jahresmitte.

Routinearbeiten im Garten

Unkraut entfernen

Hirtentäschel und Vogelmiere gehören zu den typischen Unkräutern im Garten, die bei hohen Temperaturen gut gedeihen. Entfernen Sie Unkraut regelmäßig und lockern Sie die Erde auf, um die Ausbreitung ungeliebter Pflanzen zu verhindern. Schützen Sie neu gepflanzte Gehölze vor Unkraut, da kräftige Arten, beispielsweise Quicke und Giersch, den Nachbarpflanzen ihre Nährstoffe nehmen.

Unkraut siedelt sich gern um Bäumen herum an, vor allem in der Nähe des Stamms. Hier verursacht Unkraut Krankheiten, zum Beispiel Kragenfäule. Halten Sie einen Radius von rund 100 Zentimetern um den Stamm unkrautfrei. Damit sich Unkraut nicht ansiedelt, können Sie eine Schicht Mulch auslegen.

Rosenschnitt

Gärtnerin am Arbeitsplatz beim schneiden der Rosen

Schneiden Sie spätestens bis zum Spätherbst verblühte Rosen kontinuierlich. Foto: © coldwaterman – stock.adobe.com

Pflegen Sie Ihre Pflanzen auch mit einem guten Schnitt und erhalten Sie so die Schönheit und Gesundheit Ihrer Rosen.

Schneiden Sie spätestens bis zum Spätherbst verblühte Rosen kontinuierlich. Entfernen Sie im Juni schon die langen Triebe, um unerwünschten Wuchs und überlange Tentakeln zu vermeiden. Schneiden Sie die Wildtriebe mit kleinen Blättern gründlich. Sie müssen die abgetrennten Triebe nicht als Abfall entsorgen, können beispielsweise Edelrosen durch Stecklinge vermehren.

Verschneiden Sie auch Ihre anderen Pflanzen, zum Beispiel die Frühblüher, die jetzt Ihre Aufmerksamkeit wünschen.

Rhododendron, Forsythie und Flieder schneiden – Tipps

Schneiden Rhododendron und andere Frühblüher direkt nach der Blüte, denn so haben die Neutriebe den Rest des Jahres Zeit für die Ausbildung neuer Blüten. Anfang Juni ist die richtige Zeit, Rhododendron und Co. zu kürzen. Schneiden Sie Ihren Rhododendron nur, wenn er zu groß ist. Die außenstehenden Blattansätze des voluminös wachsenden Rhododendron nehmen Blättern im Inneren das Licht und verhindern die Neubildung von Trieben.

Auch Forsythie und Flieder treiben schon im Vorjahr aus und tragen üppige Blüten. Der Verschnitt ermöglicht neuen, gesunden Blütentrieb für den nächsten Frühling. Sie können Forsythie und Flieder problemlos radikal schneiden, denn die Pflanzen wachsen im Frühjahr kräftig nach.

Heckenschnitt und Formschnitt für Sträucher

Ein Gärtner schneidet die Hecke

Zeit für den Heckenschnitt Foto: © Pixavril – stock.adobe.com

Die Schönheit Ihres Gartens betonen Sie mit gepflegten Hecken und in Form geschnittenen Sträuchern.

Ihre Hecken haben den ersten Jahresaustrieb hinter sich, ein zweiter steht vor Herbstbeginn an. Jetzt lohnt sich der Heckenschnitt, denn die Pflanze wächst nun langsamer.

Damit Sie den Schnitt korrekt vornehmen, sollten Sie wissen, welche Art Hecke Sie bearbeiten und, ob sie wieder nachwächst. Schneiden Sie von Beginn an alle Seite senkrecht oder besser, nach minimal enger. Der untere Teil sollte breiter sein als der obere. Die Oberseite der Hecke sollten Sie möglichst tief herunterschneiden, um Lichteinfall in das Innere der Hecke zu ermöglichen. Zudem sollten Sie die Kanten brechen, um den Lichteinfall zu maximieren, um die Grünbildung im Inneren zu begünstigen. Runden Sie dafür die rechtwinkligen Ecken, rechts und links an der Oberseite ab. Aus diesem Schnitt resultiert ebenmäßiger Wuchs auf der gesamten Höhe.

Die meisten Hecken verlangen einen zweimaligen Schnitt jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Kürzen Sie wintergrüne Hecken im Herbst nur so weit, dass keine Löcher zurückbleiben, denn die Wachstumsperiode ruht.

Von Juni bis August schneiden Sie immergrüne Gehölze und Hecken mindestens einmal in Form, am besten Ende Juni, denn zu dem Zeitpunkt ist die intensive Wuchszeit vorbei. Folglich bleiben die Pflanzen nach dem Schnitt in Form.

Der richtige Schnitt ist wichtig, um die Gesundheit der Hecken und Sträucher zu bewahren.

Schädlingsbekämpfung

Optimieren Sie die Pflanzengesundheit durch die Beseitigung von Schädlingen.

Wenn Pflanzen ihre beste Zeit im Jahr erreichen, tauchen auch Schädlinge vermehrt auf. Suchen Sie nach Hinweisen in Ihrem Garten, zum Beispiel Bissspuren, Blattläuse oder Pilzerkrankungen. Kontrollieren Sie die Ober- und Unterseite von Blättern, um unverzüglich reagieren zu können, denn beispielsweise Spritzbrühen wirken effektiv bei frühzeitigem Einsatz.

Im Fachhandel erwerben Sie wirksame Mittel gegen dagegen. Bekämpfen Sie Schädlinge sofort bei Auftreten, vermeiden Sie jedoch prophylaktische Arbeiten, um sich den Garten nicht durch Schädlingsbekämpfungsmittel zu vergiften. Vorbeugend sorgen Sie dafür, dass Ihre Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Gießen Sie mit Pflanzenstärkungsmitteln.

Im Juni sind Schädlinge besonders aktiv, zum Beispiel Blattwanzen an Engelstrompeten, Gallmilben an Johannisbeeren und weiße Fliegen an Enziansträuchern.

Sofort nach der Aussaat verhindern Sie den Befall einiger Pflanzen. Außerdem vertreibt Schnittlauch in direkter Nachbarschaft einige Gemüseschädlinge.

Locken Sie natürlich Schädlingsbekämpfer durch den Einsatz entsprechender Pflanzen in den Garten. Marienkäfer, Florfliegen, Bienen und Igel fühlen sich in Insektenhotels, Igelburgen oder Meisenkästen wohl. Für Bienen und Hummeln stellen Sie eine Hummelburg bereit, am besten an einer ruhigen Ecke im Garten.

Sie sollten Schnecken ausreichend bekämpfen, um die Plage im Sommer im Griff zu haben und die jungen Pflanzen vor Befall zu schützen. Erschweren Sie Schnecken den Weg durch das Ausstreuen einer breiten Schicht Holzhäcksel und ähnlich losen und kantigen Hindernissen.

Warme Tage im Juni in Zusammenhang mit Regenschauern bieten Pilzerkrankungen eine ideale Basis für Pilzerkrankungen. Ihre Erdbeeren mulchen Sie mit Stroh oder Holzwolle, damit die Früchte nicht geschwächt auf der Erde liegen oder faulen. Halten Sie außerdem weite Pflanzabstände ein und gießen Sie nach Bedarf in den Wurzelbereich, statt über die gesamte Pflanze.

Tomaten reagieren sensibel auf Regen und können durch nasse Früchte und Blätter Krautfäule erleiden. Legen Sie Regenplanen über die Pflanzen oder siedeln Sie sie in einem Tomatenhaus an. Berücksichtigen Sie diese Möglichkeiten schon beim Anbau der Tomaten.

Gegen Blattläuse können Sie umweltschonend vorgehen, auch, wenn nicht genug natürliche Feinde in Ihrem Garten leben. Sind nur wenige Triebe besetzt, waschen Sie sie mit Wasser ab. Notfalls mischen Sie dem Wasser umweltschonende Mittel bei, idealerweise mit Langzeitwirkung. Brennesseljauche und Produkte auf Basis von Kaliseife erweisen sich als effizient. Eine Tropfnassspritzung morgens und abends bei trockener Witterung hilft gegen übermäßigen Blattlausbefall. Bedenken Sie, dass auch umweltschonende Mittel einen Teil der Nützlinge schädigen, jedoch nicht mit Langzeitwirkung, im Gegensatz zu synthetischen Artikeln.

Rasenpflege

Im Zuge der Pflanzenpflege sollten Sie auch Ihren Rasen im Auge behalten, damit die Grünfläche im Sommer einen schönen Anblick bietet.

Mähen – Tipps und Hinweise

Im Juni kürzen Sie frisches Grün regelmäßig auf vier bis fünf Zentimeter. So verdichten und verstärken Sie den Wuchs. Wenn Sie „mulchmähen“, lassen Sie den Rasen nach dem Schneiden liegen. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit im Boden und düngen das Grün natürlich. Alternativ mulchen Sie Rabatte und Beete.

Regelmäßig wässern ist wichtig

Wässern Sie den Rasen, damit er die heißen Monate überlebt. Am besten wässern Sie den Rasen am frühen Morgen, denn zu dieser Zeit liegt die Verdunstungsrate niedrig. Während der extremen Hitzetage können Sie kleiner Areale mit hellen Tüchern bedecken, um Wasser zu sparen und die Grünfläche vor Verbrennungen zu schützen.

Der Obst- und Gemüsegarten

Engagierte Gärtner dürfen sich nicht nur über attraktive Grünflächen freuen, sondern auch über reiche Ernte. Ihre Obst- und Gemüsepflanzen tragen nun Früchte, die Sie im Juni einsammeln. Zudem gibt es Gemüsearten, die Sie jetzt auspflanzen können.

Erntezeit

Gärtner, die im Frühjahr gesät haben, können im Juni verschiedene Obst- und Gemüsearten ernten, zum Beispiel frühen Weißkohl, Kohlrabi und Salate. Mitte des Monats erreichen auch Frühkartoffeln ihre Erntezeit. Auch Erdbeeren sind jetzt reif und lassen sich vielseitig verarbeiten.

Gleichzeitig mit der Ernte können Sie weitere Pflanzen setzen, um in den kommenden Wochen und Monaten von den Nutzpflanzen zu profitieren.

Gemüse auspflanzen

Der Juni ist die richtige Zeit, um Gurke und Aubergine als Jungpflanze ins Freie zu setzen, denn spätestens zu Beginn des Monats enden schädigende Frosttage. Stecken Sie Gurken zur Jahresmitte, dann können Sie innerhalb der nächsten Wochen schon die erste Ernte abnehmen, vorausgesetzt, die Pflanzen bekommen genug Wärme und Wasser.

Ergänzen Sie das Gemüse-Repertoire Ihres Gartens mit Kartoffeln. Diese eignen sich als Nachfolger am Standort anderer Gemüsesorten.

Kartoffeln ernten und setzen

Falls Sie im April Kartoffeln gesteckt haben, ernten Sie diese nach dem Abblühen der Pflanze. Im Juni stecken Sie Spätkartoffeln an den richtigen Platz, beispielsweise am Ernteplatz Ihres Kohlrabis, denn so vermeiden Sie Lücken. Wichtig: Setzen Sie keine Pflanzen an die gleiche Stelle, denn Schädlinge und Pilze befallen meist nur eine Pflanzenart. Wenn Sie die Art wechseln, verhindern Sie die Ausbreitung der Schädlinge.

Zwiebeln

Auch Zwiebeln eignen wachsen im Juni kräftig, wenn Sie sie richtig pflegen.

Bis Sie Zwiebeln ernten, müssen Sie sie ausreichend wässern; stellen Sie die Wassergabe zwei bis drei Tage vor der Ernte ein. Ziehen Sie die Zwiebeln samt der Blätter aus dem Boden, wenn die Schlotten welken. Auf diese Weise geht der Saft in die Zwiebel über.

Normalerweise gehören Zwiebeln zu den ein- bis zweijährig kultivierten Pflanzen. Mehrjährige Vertreter tragen im zweiten Jahr weiße Blütenbälle, deren Nektar Bienen und Hummeln in Ihren Garten lockt.

Ähnlich pflegeleicht sind Tomaten, wenn Sie sich auf gesundes Wachstum der Pflanzen fokussieren.

Tomaten

Brechen Sie die Seitentriebe aus den Blattachseln ab und entfernen Sie sie. So erleichtern Sie den Tomatenpflanzen die Reifung, denn das Gewächs muss nicht unnötig Kraft in Triebe investieren. Folglich fällt die Ernte aus. Binden Sie die Gewächse locker an Bambus- oder Holzstangen, damit die Pflanze bis zur Ernte nicht unter ihrer Last eingeht und abbricht.

Erdbeeren

Familie bei der Verpflanzung von jungen Erdbeerpflanzen

Zeit für die Vermehrung und Pflanzung von Erdbeerpflanzen Foto: ©Halfpoint – stock.adobe.com

Ebenso lecker, aber süß schmecken Erdbeeren. Vermehren Sie kräftige Pflanze, um später reich zu ernten.

Markieren Sie Erdbeerpflanzen, die üppig Früchte tragen. Suchen Sie nach der Erntezeit die stärksten Ableger und vermehren Sie sie weiter. Trennen Sie die Ableger von den Pflanzen ab und topfen Sie sie in feuchte Anzuchterde und zur Bewurzelung in ein leicht schattiertes Frühbeet. Alternativ setzen Sie die Erdbeerpflanzen direkt in das Frühbeet. Dafür leiten Sie die ältesten Kindel an den Ranken über eingegrabene Töpfe mit Anzuchtsubstrat. Fixieren Sie die Kindel mit Drahtklammern. Verpflanzen Sie sie nach vier bis sechs Wochen.

Ende der Spargelzeit

Etwas weniger Zeit in Anspruch nimmt der Spargel. Im ersten Erntejahr stechen Sie Spargel nur bis zum 10. Juni und in den Folgejahren bis zum 24. Juni (Johanni-Tag).

Rhabarber

Etwas später ernten Sie Rhabarber. Beenden Sie die Rhabarber-Ernte spätestens Anfang Juli, damit die Pflanzen ausreichend Reserven bis zum nächsten Frühjahr aufnehmen können.

Johannisbeere

Sie können nun auch Ihre Strauchfrüchte ernten, zum Beispiel Johannisbeeren.

Wenn Sie in großen Mengen ernten möchten, müssen Sie viel wässern, denn trockener Boden resultiert in verminderter Fruchtqualität beziehungsweise einem Ernteausfall. Gießen Sie morgens und abends, wenn es tagsüber besonders heiß ist. Halten Sie die Feuchtigkeit im Boden, indem Sie eine Mulchschicht unter den Johannisbeerstrauch bringen. Zudem sollten Sie unerwünschte Triebe am Stamm und Wurzelschosser (neben der Pflanze wachsende Triebe) entfernen. Stützen Sie hochstämmige Pflanzen mit Pfählen, damit sie die Last ihrer Früchte tragen können.

Der 24. Juni (Johannitag) gilt als Reifetermin der frühen Sorten – jetzt können Sie die ersten Beeren ernten.

Kräuterbeet anlegen

Kräutergarten

Kräutergarten anlegen OlgaofDG / Pixabay

Bis Ende Juni sollten Sie auch Ihren Kräutern eine Grundlage bieten.

Spätestens im Juni sollten Sie ein Kräuterbeet anlegen und säen Sie beispielsweise Petersilie, Basilikum und Majoran aus oder setzen vorgezogene Pflanzen, etwa Thymian und Salbei.

Entfernen Sie Triebspitzen, um dichten Wuchs auch im unteren Bereich zu gewährleisten.

Blumen

Im gleichen Zug dürfen Sie auch die Pflege Ihrer Blumen nicht vernachlässigen.

Geranien, Löwenmäulchen und Fuchsien wachsen im sechsten Monat des Jahres üppig und kraftvoll. Zupfen oder schneiden Sie verwelkte Blüten und Blätter regelmäßig ab, um die Blüte anzuregen und Pilzbildung zu verhindern. Ihre Kübelpflanzen stützen Sie auf die gleiche Weise.

Falls Sie Beetlücken füllen möchten, sollten Sie ein- und zweijährige Blumen setzen.

Ein- und zweijährige Blumen säen

Setzen Sie neue Pflanzen nach, um Lücken im Beet zu füllen und unerwünschten Pflanzen, etwa Staudenmohn, keinen Platz zu lassen. Ringelblume, Eisbegonie und Buntnesseln gehören den einjährigen Blumen an.

Ergänzen Sie die Vielfalt auf Ihrem Beet durch die Aussaat zweijähriger Vertreter – Stiefmütterchen und Bartnelken sind typische Vertreter. Tipp: Vorgezogene Pflanzen tragen ihre Blütenpracht schneller.

Zusammenfassung

Ihre Nutz- und Zierpflanzen zeigen sich im Juni prächtig und tragen erste Früchte. Routinearbeiten, Aussaaten und Bestandspflege von Pflanzen sind fester Bestandteil Ihrer Arbeit in der Jahresmitte.

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