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Im Mai dominiert die Aussaat und der Pflanzung neuer Pflanzen

Der Mai zeigt die facettenreichen Seiten Ihres Gartens, er blüht in allen Farben. Für Sie gibt es im fünften Monat des Gartenkalenders viel zu tun, wie beispielsweise Rasenpflege, Neupflanzungen und regelmäßige Routine.

Als Startschuss für die Gartenarbeiten im Mai gelten im Allgemeinen die Eisheiligen, Mitte des Monats. Ab diesem Zeitpunkt stehen vielfältige Arbeiten im Garten bevor, größtenteils neue Pflanzungen und Aussaaten. Nach dem Motto „Alles neu, macht der Mai“ orientieren Sie Ihre Tätigkeiten in dieser Hochphase der Gartenarbeit am relativ stabilen Wetter. Ihre Arbeiten fallen im Mai sehr abwechslungsreich aus.

Routinearbeiten im Garten

Setzen Sie spätestens jetzt Ihren Kompost um, falls Sie dies im April versäumt haben. Durch die Umsetzung beschleunigen Sie Verrottungsprozesse, denn die im Kompost lebenden Mikroorganismen arbeiten dank milder Außentemperaturen intensiv.

Kümmern Sie sich um die bereits keimenden Pflanzen und wägen Sie Ihre Arbeit mithilfe des Wetters ab. Trockene Tage erfordern die Wässerung der jungen Pflanzen.

Außerdem sollten Sie Ihren Rasen regelmäßig mähen; lassen Sie eine Rasenhöhe von höchsten 4 cm stehen. Kahle Stellen in der Grünfläche füllen Sie mit neuen Samen und wässern die Stellen dreimal wöchentlich.

Schenken Sie auch Ihren Zier- und Nutzbeeten sowie den Blumen und Stauden Beachtung und entfernen Sie Unkraut, um das Wachstum gewünschter Pflanzen zu erhalten. Unterstützen Sie die Gesundheit der Pflanzen mit Mulchen. Mulch hält den Boden gleichmäßig feucht und führt der Erde Humus zu.

Kräuterpflanzen

Im Mai können nun auch die meisten Kräuterpflanzen in den Garten

Aussaat – dieses Gemüse und Kräuter können Sie jetzt aussäen

Auf gepflegten Beeten wachsen auch Gemüse und Kräuter kräftig.

Der Mai bringt die idealen Voraussetzungen für die Aussaat Ihrer Freilandtomaten. Nach dem Anwachsen schnellen die Tomaten rasch in die Höhe. Ebenso wachsen Möhren, Rote Bete, Schnittsellerie und verschiedene Kohlsorten zuverlässig und schnell.

Setzen Sie jetzt auch Ihre Küchenkräuter an: Bohnenkraut, Majoran, Dill, Kresse und Beifuß gehören zu den Kräutern, die im Mai wachsen.

Ende Mai ist die Zeit für Aussaaten nicht vorbei und Sie können die wärmebedürftigen Gurken ins Freie setzen.

Chicoree – Wissenswertes zum Gemüse

Wenn Sie knackig frisches Gemüse mögen, sollten Sie es auch mit Chicoree versuchen.

Säen Sie Chicoreerüben in der zweiten Hälfte des Monats aus, das Gemüse wächst recht anspruchslos. Auf jedem guten Gartenboden können Sie das Gemüse anbauen. Falls Sie mehrere Reihen anlegen, bewahren Sie zwischen den Reihen einen Mindestabstand von 35 cm. Als Faustregel gilt: 5 g Saatgut reichen für eine Fläche von 10 qm Boden. Jeden Samen setzen Sie 2 bis 3 cm tief in die Erde.

Vereinzeln Sie die Pflanzen in der Reihe nach dem Auflaufen auf rund 8 cm, behalten Sie ausschließlich die kräftig wachsenden Jungpflanzen.

Etwa in der zweiten Hälfte des Oktobers beziehungsweise in der ersten Novemberwoche roden Sie die Chicoreerüben mit einer Grabgabel. Lassen Sie die Rüben an einem kühlen Platz auf einem Haufen ein paar Tage ruhen, damit sich die Nährstoffe in die Wurzeln übergehen. Danach lagern Sie die Chicoreerüben zum Austreiben knapp über 0 °C frostfrei.

Pflanzzeit für Tomaten

Tomaten pflanzen

Tomaten pflanzen Foto: © encierro – stock.adobe.com

Auch Tomaten sollten nicht in Ihrem Garten fehlen, denn Pflanze ist einfach zu ziehen und schmeckt köstlich.

Viele Hobbygärtner bedauern den Verlust von Freilandtomaten. Das Pflanzensterben beginnt mit dunklen Flecken an Blättern, Trieben und den Früchten. Befallene Pflanzen sterben ab und die Tomaten sind ungenießbar. Kraut- und Braunfäule, eine Pilzerkrankung, verursacht die lästige Erscheinung. Diese Tomatenkrankheit ist unheilbar.

Wählen Sie für Ihre Tomaten einen offenen, sonnigen Standort und pflanzen Sie sie nicht neben oder nach Kartoffeln. Der Grund: In Kartoffelknollen überwintert der Pilz und könnte sonst auf die Tomaten übergehen. Pflanzen Sie Tomaten im Mai bei häufigen Niederschlägen und Temperaturen zwischen 12 und 20 °C. Halten Sie die Fruchtfolge ein und pflanzen Sie neue Tomaten erst nach 3 bis 4 Jahren auf den alten Standplatz oder wechseln Sie die Erde vollständig aus. Alternativ kultivieren Sie die Tomatenpflanzen in Kübeln oder Säcken. Entfernen Sie die unteren Blätter und gießen Sie den Wurzelbereich, um der Pilzerkrankung vorzubeugen.

Werfen Sie befallene Kartoffel- und Tomatenpflanzen nicht auf den Kompost, da die Krankheit auch mittels Sporen überwintert.

Tipp: Desinfizieren Sie Ihre Gartenwerkzeuge oder tauschen Sie sie gegen neue Utensilien aus.

Achtung Eisheilige – so schützen Sie Ihre Pflanzen und Obstbäume

Warten Sie mindestens bis zur Kalten Sophie, dem 15. Mai, bis Sie Ihre Pflanzen und Obstbäume pflanzen und bearbeiten. Ab diesem Datum sind keine Nachtfröste mehr zu befürchten, jedoch bestätigen Ausnahmen auch hier die Regel.

Regen und Kälte verursachen bei Pflaumen oft eine Pilzkrankheit im Fruchtknoten der Blüten. Die Infektion resultiert in übermäßig rascher Fruchtentwicklung mit langen, flachen Früchten ohne Kern. Diese Früchte sind geschmacklos. Pflücken Sie die schnell wachsenden Früchte aus und lesen Sie abgefallene Früchte ab. Verschneiden Sie den Baum fachgerecht, um genügend Belüftung für die Bäume zu gewährleisten und wählen Sie beim Neukauf weniger anfällige Sorten.

Schützen Sie Ihre Pflanzen auch vor unerwartet kalten Nächten mit Vlies oder Folie.

Schutz vor Maden und Raupen an Gemüse und Obstbäumen

Gehen Sie auch vorbeugend gegen Schädlinge vor, um keine Einbußen verzeichnen zu müssen.

Behängen Sie Ihre Kirschbäume mit Kirschfliegenfallen, denn die Insekten legen ihre Eier bei beginnender Gelbfärbung der Früchte darauf ab. Hängen Sie die Fallen möglichst an einen Baum südlich neben dem Kirschbaum beziehungsweise in den südlichsten Bereich des Kirschbaumes. So locken Sie Fruchtfliegen von den Bäumen weg.

Schützen Sie Ihr Gemüse durch Pikieren, sobald Sie einzelne Pflänzchen greifen können. Verpflanzen Sie die Keimlinge möglichst früh, um einen Verpflanzungsschock zu vermeiden.

Darüber hinaus schützen können Sie spezielle Gemüseschutznetze verwenden, um Ihre Beete effektiv gegen Befall zu schützen.

Gemüseschutznetze

Gemüsefliegennetze- und Vliese vor der Eiablage durch Falter und Fliegen. Bespannen Sie gefährdete Beete lückenlos und sofort nach der Aussaat. Die Netze halten Kohlfliegen, Kohlweißlinge und andere Falter nicht nur von der Eiablage, sondern schützen vorm Zufliegen von Blattläusen.

Geeignete Netze finden Sie im Gartenfachhandel und in Baumärkten.

Im Ziergarten

Kümmern Sie sich auch um Ihren Ziergarten, um seine Schönheit zu bewahren.

Verblühte Frühjahrsblüher

Sie müssen verblühte Blumen aus dem Frühjahr, zum Beispiel Primeln, nicht wegwerfen. Stattdessen versetzen Sie die Blüher in den Garten. Achten Sie ausreichend Sonneneinstrahlung, um wiederholte Blüte zu gewährleisten. Entfernen Sie lediglich die Reste verblühter Zwiebelgewächse.

Pflanzzeit für Rhododendron und Koniferen

Mit der Pflanzung von Rhododendron und Koniferen müssen Sie nicht bis nach den Eisheiligen warten. Die genannten Vertreter können Sie bis Mitte Mai pflanzen. Es ist ratsam, alte Blütenstände von Rhododendron auszubrechen.

Aussaat von Sommerblumen und Zweijährigen

Säen Sie Sommerblumen, beispielsweise Kapuzinerkresse und Ringelblumen, sofort aus. Topfen Sie Pflanzen in größere und kleinere Gefäße bis spätestens Mitte Mai um, damit die Pflanzen optimal wachsen.

Pflanzen, wie etwa Flieder, blüht zweijährig. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für einen Schnitt, um die Pflanzen in Form zu bringen. Nur so wachsen neue Blütenstände kräftig nach. Zweijährige benötigen von der Aussaat bis zur Samenbildung zwei Vegetationsphasen. Säen Sie die Zweijährigen möglichst früh, um gesunden Austrieb von Wurzeln und Blättern zu ermöglichen.

Diese Topf- und Balkonpflanzen dürfen nun raus

Gewöhnen Sie Topf- und Balkonpflanzen langsam an das Licht. Nach dem Überwintern schneiden Sie Ihre Geranien und Fuchsien zurück und topfen sie um. Schneiden Sie auch die Bougainvillae zurück, bis auf zwei Augenpaare pro Seitentrieb.

Stellen Sie Ihre Toppflanzen ins Freie. Oleander, Kamelien und Rosmarin dürfen nicht in der prallen Sonne stehen, da sonst die Blätter verbrennen. Auch Fingerhut und Bart-Nelken gehören den Zweijährigen an. Wenn Sie die Pflanzen im Gewächshaus vorkultivieren, besteht die Chance auf Blüte noch im gleichen Jahr. Setzen Sie die Saat in lockeren Boden, decken sie mit etwas Erde ab und gießen Sie.

Rasen mähen und bewässern

Die Rasenqualität bestimmt einen Großteil der Optik Ihres Gartens. Mähen und wässern Sie jetzt Ihre Grünfläche.

Ihren Rasen halten Sie auf 4 bis 5 cm Länge, indem Sie ihn wöchentlich mähen. Der regelmäßige Schnitt verhindert den Auswuchs von Moos und Unkraut, denn der Rasenmäher saugt Flugsamen auf. Schneiden Sie den Rasen keinesfalls zu selten und zu niedrig, sonst schädigen Sie ihn.

Wässern Sie die Grünfläche an trockenen Tage durchdringend.

Rasen neu anlegen

Rollrasen verlegen

Rollrasen verlegen Foto: Ingrid Balabanova – shutterstock.com

Falls Ihr Rasen stark beschädigt ist, sollten Sie ihn neu anlegen.

Der Mai ist der richtige Monat, um Rasen zu säen. In regenarmen Zeiten wässern Sie die Anlagen 3 mal pro Woche, damit die Samen nicht austrocknen. Vertrocknete Samen verkümmern, frischer Rasen würde eingehen beziehungsweise verlangsamt sich das Wachstum. Frisch gesäten Rasen müssen Sie kontinuierlich leicht feucht halten.

Auch wenn Sie eine Rasenfläche mit Rollrasen neu anlegen möchten, ist jetzt der optimale Zeitpunkt. Der Rasen kann schnell anwachsen und trotzdem gibt es noch keine sommerliche Hitzewelle.

Zeit für die Planung und Aufbau der Gartenbewässerung

Damit Sie die Pflanzen in Ihrem Garten problemlos bewässern können, sollten Sie jetzt auch Überlegungen zur Bewässerung anstellen.

Aktivieren Sie spätestens jetzt Ihre Wasseranschlüsse, denn zukünftig benötigen Sie die Anlagen regelmäßig. Stellen Sie die Gartenschläuche bereit und bauen Sie Ihre Teichpumpe ein. Notfalls entfernen Sie den Faulschlamm aus Ihrem Teich.

Wenn Sie sich einmal um Ihren Teich kümmern, können Sie im gleichen Zug Seerosen und andere Wasserpflanzen einsetzen.

Gartenteich – Pflanzzeit für Seerosen und andere Wasserpflanzen

Wegen der Witterungen ist der fünfte Monat die ideale Zeit, um den Gartenteich mit Seerosen und Co. zu bestücken. Die Seerosen gedeihen in Pflanzkörben in Seerosenerde am besten. Entfernen Sie nun abgestorbene und beschädigte Blätter und schließen Sie die Topfoberfläche mit einer Schicht Kies. So verhindern Sie das Aufschwimmen der Töpfe. Verwenden Sie grobmaschige Töpfe und kleiden Sie sie mit Vlies oder Sackleinen aus, um die Seerosenerde im Gefäß zu halten. Senken Sie die Körbe in die entsprechende Tiefe für die jeweilige Pflanze.

Teilen Sie Ihre Schwertlilien, denn sie breiten sich stark aus. Dazu heben Sie die Pflanzen nach der Blüte mit dem Korb aus dem Teich und teilen Rhizome ab. Teilen Sie die Rhizome mit einem Messer oder einem scharfen Spaten in etwa faustgroße Stücke mit je mindestens einem Blattschopf. Kürzen Sie die Schöpfe auf eine Hand breit über dem Ballen. Danach setzen Sie die Stücke mit frischer Erde wieder ein, aber nicht zu tief und nur leicht mit Erde bedeckt.

Kompost umsetzen

Vergessen Sie bei der Gartenarbeit auch Ihren Kompost nicht und unterstützen Sie die Arbeit der Mikroorganismen.

Im Mai arbeiten die Mikroorganismen im Kompost aktiv, daher sollten Sie den Kompost versetzen, denn so können Sie den Verrottungsprozess beschleunigen. Eine Kompostgabel erleichtert Ihre Arbeit.

Die Gartenarbeit im Mai ist umfangreich und vielseitig

Im Mai konzentrieren Sie Ihre Tätigkeiten vor allem auf die Aussaat und das Einpflanzen von Nutz- und Gemüsepflanzen. Ergänzen Sie Ihren Arbeitsplan für den Garten mit der Aktivierung Ihrer Bewässerungsanlage und Routinearbeiten, um Ihre Anlage umfassend zu pflegen.

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